Wir über uns

Armin Kanning - Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH

Armin Kanning ist authentisch, ein Mann aus dem hohen Norden, der seine Region kennt, seine Berufung im Tourismus sieht, modern und zukunftsorientiert denkt. Der Werdegang von Armin Kanning weist spannende Stationen auf: Geboren in Bremen, wuchs er größtenteils in dessen Umland wie in Osterholz-Scharmbeck auf und besuchte in der Hansestadt die höhere Handelsschule. Mit dem BWL-Studium im Hinterkopf, machte er zuerst eine Ausbildung als Speditionskaufmann, um berufliche Erfahrungen zu sammeln. Nach ein paar Jahren im Veranstaltungsbereich, unter anderem für Daimler, die zur Leidenschaft wurden, lernte er seine heutige Frau, eine studierte Touristikerin, kennen und ging nach Worpswede. Hier half Armin Kanning mit großem Erfolg bei der Organisation einer „Hammenacht“ für die Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser (TWU), die zur Folge hatte, dass die Worpsweder Touristik- und Kulturmanagement GmbH (WTG) Armin Kanning als Geschäftsstellenleiter vorschlug. Anfang Januar 2007 trat er diese Stelle an. Armin Kanning hätte überall im touristischen Business Anker werfen können. Wollte er aber nicht. Er ging ins benachbarte Wangerland an der Nordsee. An seiner Aufgabe als Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH schätzt er vor allem, dass es große Herausforderungen zusammen mit einem tollen Team zu bewältigen gibt.

Sie sind seit Juli 2014 neuer Geschäftsführer. Wie ist Ihr erster Eindruck vom Wangerland?

Das Wangerland wirkt auf mich wie eine Perlenkette. Die einzelnen Perlen sind die schönen Küstenorte und küstennahen Orte wie Hooksiel, Horumersiel, Schillig, Minsen und Hohenkirchen. Die Kette, und somit das verbindende Element, ist die Küste selbst – mit ihren langen Sandstränden und Grünflächen; das Wattenmeer; die Nordsee. Und das wirklich Schöne hier neben dem Naturerlebnis, sind die Menschen im Wangerland. Ja, wortkarg, manchmal. Aber damit gleichlautend muffelig? Nein, keinesfalls. Ich habe Sie als immer offen und hilfsbereit kennengelernt. Beste Voraussetzung also, für das was sie sind. Sie sind allesamt tolle Gastgeber, denen man es anmerkt, dass sie sich auch so verstehen.

Wie wichtig ist im modernen Tourismus das Lebensgefühl eines Urlaubsortes?

Das Lebensgefühl ist seit jeher der Kern eines jeden Urlaubes. Das ist ortsunabhängig und somit keine Frage, wohin die Reise geht. Die Frage ist vielmehr, welche Erwartungen habe ich an meinen Urlaubsort? Hier ist Regionalität beziehungsweise Authentizität, Qualität und Vielfältigkeit die Antwort. Das sind entscheidende Faktoren für einen schönen Urlaub.

Was sollte in touristischer Hinsicht verbessert werden?

Nun, von Verbesserungen würde ich nicht sprechen. Das liegt immer im Auge des Betrachters, ob der vorher-nachher Zustand sich verbessert hat. Ich werde jedenfalls mit meinem Team einiges verändern. Vor allem in der Ansprache an unsere Gäste. Und so haben wir bereits begonnen unseren Markenauftritt zu überarbeiten. Auch Sanierungsmaßnahmen gehören zu einer veränderten Ansprache. Ein Beispiel ist das Haus des Gastes in Horumersiel, das in großen Teilen seinen dunkelbraunen Charme der 70er Jahre verlor. Hier kann man sich nun in einer freundlichen und modernen Umgebung der Tageszeitung hingeben, sich über Angebote im Wangerland und der Region informieren, sich mit dem Kind in eigens eingerichteten Räumen zum Stillen oder Wickeln zurückziehen, im kostenfreien WLAN das Internet erschließen oder ganz einfach nur mal zur Toilette gehen.

Es gibt neue Erkenntnisse, dass sich die Marke „Wangerland“ neu aufstellen muss. Welche Schritte gehen Sie hier?


Ein, wie ich finde, sehr spannendes Thema. Über die Regionsgrenzen hinaus ist das Wangerland wenig bekannt. Vielmehr sind es unsere Perlen wie Hooksiel, Horumersiel und Schillig. Hier sind aber wiederum die Profile, also wofür stehen diese Orte im Einzelnen, nicht scharf. Und grundsätzlich steht die Frage im Raum, was umfasst das Wangerland eigentlich? Sind es die Grenzen der Gemeinde? Wir Touristiker, und ich unterstelle unseren Gästen, dass sie es uns gleich tun, denken nicht in Grenzen. Wie aber sage ich unseren Gästen, dass es hier bei uns im Wangerland an der Nordsee schön ist? Das man genau hier einen schönen Urlaub verbringen kann. Wenn ich von etwas nichts weiß, dann kann ich auch nicht erleben. Insofern stecken wir unsere Köpfe zusammen und lassen uns von Fachleuten beraten, wie wir uns zukünftig anders positionieren müssen, damit unsere Gäste davon erfahren, wie schön es bei uns ist.

Welche touristischen Ansätze werden im Wangerland verfolgt werden?

Bei uns geht es um Erholung an der Nordsee. Entkommen aus dem Alltag. Der Bedarf daran kann seinen Ursprung in einer gesundheitlichen Beeinträchtigung haben. Aber auch im Entkommen aus dem alltäglichen Stress. Sei es im privaten oder im beruflichen Umfeld. Bespiele, sich etwas Gutes zu tun, gibt es viele. Ich nenne mal beispielhaft die klassische Kuranwendung zur Rehabilitation. Einen Aufenthalt in einer unserer Mutter-Kind-Kliniken. Oder auch ganz einfach den wohlverdienten Urlaub, auf den man sich schon das ganze Jahr freut.

Die größte Herausforderung als Geschäftsführer wird sein …


...es allen gerecht zu machen.

Auf jeden Fall von meinen Mitarbeitern erwarte ich…


...die Bereitschaft zu Veränderungen.

Ein Blick in die Zukunft ...


...lässt auf gutes Wetter hoffen!