Freizeitsee Wangermeer

Willkommen am Wangermeer

Das Wangermeer ist ein ca. 100 ha großer Freizeitsee am nördlichen Ortsrand von Hohenkirchen (Gemeinde Wangerland). Im See liegt eine rund 14 ha große Rundinsel. Zur Anbindung der Rundinsel und des NLG-Baugebietes an den Ort Hohenkirchen wurde eine etwa 325 m lange Holzbrücke für Fußgänger und Radfahrer errichtet. Plattformen und Aufenthaltsgelegenheiten laden zum Verweilen auf der Brücke ein und machen das Bauwerk zu einer Promenadenbrücke, die der touristischen Nutzung gerecht wird.

Weitere Informationen finden Sie auch direkt beim Eigenbetrieb Wangermeer


Daten und Fakten zum Wangermeer

a) zeitlicher Ablauf:

2003:
Durchführung des Kleisuchprogramms für den NLWKN zur Erhöhung des Deiches am Elisabethgroden.
Beginn der Boden- und Grundwasseruntersuchungen durch eine Probeschürfe bei Jelliestede.

2004:
Durchführung des Planfeststellungsverfahrens zur Herstellung eines Gewässers. (Beschluss vom 05.05.2004).
Bis Oktober 2004 wurden die ersten 60.000 cbm Klei auf dem jetzigen Gelände der NLG abgebaut.

2005:
Beauftragung der Fa. Möbius mit dem Abbau des Kleibodens und der Seebaggerung (1. Schaufelhub).
Die nördl. und östl. der Kaserne angrenzenden Flächen werden abgebaut.  
Umlegung der Gasleitung (DN 300) im östl. und nördl. Uferbereich des Wangermeers. Länge rd. 2200m.

2006:
Der Klei wird von April bis September kontinuierlich abgebaut. Die Seebaggerung erfolgt ganzjährlich. Der Abbau erfolgt von Westen (bei der Kaserne) in nordöstliche Richtung. Erst wird der nördliche Teil der Insel ausgekoffert, um anschließend mit dem Boden aus der Seeherstellung verfüllt zu werden. Rund um die Insel bleibt ein 50m breiter Ring aus Kleiboden stehen um den aufgebrachten Boden zu stabilisieren.

2007:
Die Bereiche nördlich der Insel und im Bereich der Helmsteder Straße werden abgebaut. Die Fläche nördl. der Kaserne wird von der NLG erworben und als Baugebiet erschlossen.
Planungsbeginn zur Umlegung der 110 kV Hochspannungsleitung und im Nov. Baubeginn der Promenadenbrücke. Näheres s. Punkt b.

2008:
Der Klei wird nun im Bereich östlich der Helmsteder Straße und südlich der Insel abgebaut. Fertigstellung der Brücke. Das Wangermeer bekommt per Ratsbeschluss seinen Namen.

2009:
Neues Ausschreibungsverfahren für die Durchführung der Erdarbeiten bis zur Vollendung des Wangermeers. Der Klei wird aus dem Bereich nordöstlich der Insel entnommen. Teilweise wird in diesem Areal keine Seebaggerung durchgeführt, um eine Flachwasserzone zu etablieren.
Umlegung der 110 KV Hochspannungsleitung.

2010:
Kleiabbau und Seebaggerung im Bereich südlich des Siedlerweges in Richtung Osten zur Grimmenser Straße. Die Halbinsel um den ehem. Hof Heeren entsteht.
Ein Damm im Bereich nördlich der Insel wird abgebaut.
Drei Dämme zur Trennung der Wasserflächen bleiben erhalten (Helmsteder Straße und östl. sowie südl. der Insel).  Die Verfüllung der Rundinsel ist fast vollendet. Weiterer Seeaushub wird im entstehenden Ostufer eingebracht. Durch erhöhten Kleibedarf wird ein weiteres Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung des Wangermeers durchgeführt.

2011:
Der Kleiabbau erfolgt nun zwischen Gottels und Hohenkirchen. Im Zuge der Erdarbeiten wird die Hohenkirchener Leide umgelegt.
Der Seeaushub wird im Ostufer eingebaut. Die Flachwasserzone wird erweitert und erhält nun eine Größe von rd. 45.000 qm.
Der Kleiabbau ist ab August 2011 beendet. Das Nordufer wird mit einem Verbau vor Abbrüchen gesichert. Das Konzept für die Ufergestaltung (Rundweg) wird erarbeitet.

2012:
Ab Februar sind die Erdarbeiten für den Aushub des Wangermeers beendet. Die letzte Erdbaumaßnahme ist die Entfernung der Helmsteder Straße parallel zur Promenadenbrücke. Die Bauzeit beträgt damit 7 Jahre und 5 Monate. Die ausgehobene Fläche wird durch Regenwasser und geringfügig zulaufendes Grundwasser gefüllt.  Die Insel und das Ostufer werden profiliert.

2013:
Am Ortsrand wird eine Streuobstwiese angelegt. Der erste Bauabschnitt für den Rundweg wird durchgeführt. Südlich des Siedlerweges wird in diesem Zuge ein Strandabschnitt eingerichtet. Am nördl. Brückendamm ist ein öffentlicher Grillplatz eingerichtet worden.
Gründung des Eigenbetriebes Wangermeer.


b) Daten Promenadenbrücke:

250m lang (ohne Dämme), 3,50m breit, größte Spannweite 60m (in der Mitte), Durchfahrtshöhe rd. 7,50m je nach Wasserstand, vier Aussichtsplattformen.
Die Unterkonstruktion besteht aus Betonfertigteilen an den Enden. Mittig befindet sich auf einer Länge von 120m ein Stahlhohlkasten mit Einstiegsluken für die Revision. Die Brücke ist auf rd. 18m langen Betonpfählen gegründet.
Der Gehbelag ist durchgehend mit Gebirgslärche versehen worden.
Das Geländer ist aus Stahl mit Rundhandlauf. 11 Lampen, die in Ihrer einzigartigen Form mittlerweile das Logo des Eigenbetriebes darstellen.
Die Kosten betragen rd. 1.7 Mio. € (Rechtsstreit ist noch nicht abgeschlossen).
Bauzeit: November 2007 bis Juni 2008.


c) Daten Wangermeer

Gesamtfläche:   100 ha
Wasserfläche:   65 ha
Wassertiefe:   i. M. 3,0 Meter
Gewässerart:   stehendes Gewässer, Zulauf nur durch Regenwasser
Seebaggerung:   1,5 Mio. cbm
Abgefahrener Klei:   1.25 Mio. cbm ( entspr. 110.000 LKW )
Bauzeit:   7,5 Jahre
Uferlänge (o. Insel):   5500 m
Inselgröße:    14 ha, Ø 450m
Höhe der Insel:   6,5m (7,5m NN), Tendenz abnehmend
Flachwasserzone:   4,5 ha; i. M. 0,80m tief
Wasserqualität:   pH- Wert 7,5 - 8; 2m Sichttiefe; 5° dH, Regenwasser
Tierwelt:    Schwäne, Gänse, Enten, Blässhühner, Säbelschnäbler, Sandregenpfeifer, Kiebitze, Möwen, eine Vielzahl an Fischen und Schnecken u.v.m.

Wasserstandsregulierung erfolgt nur durch Überläufe (6 Stck.).

Gesamtkosten der Maßnahme ( inkl. Seebaggerung, Umlegung der Gasleitung und der 110kV Hochspannungsleitung, Promenadenbrücke sowie  Planungskosten / Gutachten ):
 rd. 10,5 Mio. €

Demgegenüber stehen aber auch Einnahmen durch den Verkauf des Kleibodens an den Deichband, Veräußerung des nordwestlichen Ufers an die NLG und Verkauf von Boden der Rundinsel. Weitere Einnahmen werden aus zukünftigen Pachtverhältnissen (Ostufer) und Verkäufen von Grundstücken erwartet (Hof Heeren, Rundinsel).


d) weitere Planungen

Die Priorität liegt weiterhin auf der Erhaltung der guten Wasserqualität. Im  Wangermeer hat sich Seegras (Myrophillum) etabliert, welches sauerstoffproduzierend ist und für klares Wasser sorgt. Dieses Gras muss allerdings kontrolliert in Teilbereichen gemäht und entfernt werden um die Wasserqualität zu erhalten. Dadurch ist für die Nachhaltigkeit die Beschaffung eines geeigneten Mähbootes geplant.
Bedingt durch die abschnittsweise Befüllung des Sees, bestehen durch die zeitlichen Unterschiede verschiedene biologische Verhältnisse. Die beiden verbleibenden Abschnitte müssen sich ausgeglichen haben, bevor die Trenndämme entfernt werden können. Dafür wird das Wasser kontinuierlich beprobt.
Durch ständigen Wellengang und fehlende Bepflanzung treten an signifikanten Stellen der Uferlinie Abbrüche auf (z.B. Ostufer), die durch Uferbefestigungen beseitigt und vermieden werden müssen. Dafür werden in jedem Jahr Unterhaltungsarbeiten anfallen.
Weiterhin wird der Rundweg am Nordufer (2014) und Ostufer (2015) weitergeführt.
Im Bereich der Flachwasserzone soll es zwei Beobachtungsstationen mit Hinweistafeln geben.
Im südöstlichen Bereich des Wangermeeres ist ein Parkplatz vorgesehen um auch Paddelbooten oder Surfern eine Anlaufstation zu geben.
An der K87 werden Stromsäulen für Wohnmobilstellplätze aufgestellt.
Durch einen Investor wird ab 2014 eine Sporteinrichtung am Ostufer eingerichtet. Weiterhin wird es ab 2013 eine Segel-AG der Oberschule geben. Weitere Gespräche mit Segelschulen sind vorgesehen.
Grundsätzlich sind auch Veranstaltungen am Wangermeer geplant, um den Bekanntheitsgrad zu steigern (z.B. EWE-Lauf, Eislauffläche, Feuerwerk u.ä.).


Stand: Juni 2013
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