Pilgerweg

Pilgern an der Nordsee

Das Wort Pilger kommt aus dem Lateinischen – “peregrinus”. Klassisch bedeutet es Fremder. Pilger sein bedeutet in erster Linie Fremder sein, die Pilgerreise ist entsprechend eine Reise ins Fremde und Ungewisse. Gott ein Stück näher kommen. Seit vielen Jahrhunderten übt das Pilgern eine große Faszination aus. Wallfahren und Pilgern heißt, sich auf die Grundlagen des Menschsein zu besinnen. Der mittelalterliche Pilger machte sich mit der Hoffnung auf den Weg, am heiligen Ziel Gott näher zu kommen. So die Geschichte. Wangerland an der Nordsee lädt Pilger ein, sich auf den wangerländischen Pilgerweg zu begeben. In den Dörfern und Ortschaften Hohenkirchen, Hooksiel, Minsen, Middoge, Oldorf, Pakens, Schillig, St. Joost, Waddewarden, Westrum, Tettens, Wiarden und Wüppels begegnet man einer Vielzahl schöner Kirchen. Sie alle sind Zeugnisse des Glaubens und der Kultur, die das Wangerland geprägt haben. In ihnen suchten die Menschen vergangener Zeiten auch Schutz vor feindlichen Angriffen und vor der Gewalt des Wassers. Bis heute versammeln sie sich hier zum Gottesdienst und suchen Trost und Wegweisung an den Wendepunkten ihres Lebens.

Die Kirchen sind für jedermann geöffnet. Hier darf man verweilen für eine Zeit der Stille und des Gebets oder auch mit den Menschen ins Gespräch kommen, die einem dabei begegnen. In allen Kirchen findet man Pilgerpässe zum Mitnehmen und eine Karte, die zur Orientierung dient. Mit einem Stempel, der die Besonderheit der jeweiligen Kirche aufnimmt, kann man in seinem Pilgerpass festhalten, welche der Kirchen bereits besucht wurden.

Auch für Urlauber wird kirchlich eine Menge geboten. So werden in vielen Kirchengemeinden während der Sommerzeit Konzerte, Ausstellungen und besondere Gottesdienste angeboten. Jeder ist dazu herzlich eingeladen! Empfehlenswert, auch für Menschen die vielleicht nicht so oft in die Kirche gehen, ist hier oben eine lange und gute Traditon: die Arbeit mit den Urlaubsgästen auf den Campingplätzen Hooksiel und Schillig. Hier bietet „Kirche unterwegs“ ein buntes Programm für die ganze Familie an.

Auf der unten stehenden Karte haben wir für Sie Radwanderwege zur Orientierung sowie alles Wissenswerte über die einzelnen Kirchen zusammengestellt. Klicken Sie einfach auf die folgenden Links, um genauere Informationen zu jeder Kirche zu erhalten.

 

St. Sixtus- und Siniciuskirche in Hohenkirchen
Die Hohenkircher Kirche, auch „Gaukirche” genannt, war lange Zeit die Mutterkirche des Wangerlands. Sie steht auf zwei Wurten und hat sich laut einer Urkunde dort schon 1143 befunden. //mehr

 

St. Ansgar Kirche in Hooksiel
Über das Leben katholischer Christen in Hooksiel und den umliegenden Dörfern ist bis zum Ersten Weltkrieg nichts bekannt. Doch während beider Kriege waren hier Soldaten stationiert. //mehr

 

Kirche Middoge
Der Name Middoge wird wohl richtig als „mittlere Insel” gedeutet und stammt aus einer Zeit, in der die Küste südlicher verlief. //mehr 

 

St. Severinus und Jacobus Kirche in Minsen
Auf hoher Wurt steht die Kirche des Ortes. Das heutige Kirchengebäude stammt, seiner Bauweise nach zu urteilen, aus dem 13. Jahrhundert. //mehr

 

St. Marien Kirche in Oldorf

Die im 13. Jahrhundert errichtete Kirche beherbergt einen Kreuzigungsaltar aus dem 14./15. Jahrhundert. //mehr


Kirche zum Heiligen Kreuz in Pakens

Die Kirche liegt auf einer hohen Warf in Pakens. Sie wurde im ausgehenden 13. Jahrhundert aus Granitquadersteinen erbaut. //mehr

 

St. Marien Kirche in Schillig
Die St. Marien in Schillig ist eine katholische Kirche im Wangerland, im niedersächsischen Landkreis Friesland. //mehr 

 

St. Jodocus Kirche in St. Joost
Die Kirche ist nach dem Heiligen Jodocus, dem Schutzpatron der Reisenden und Seefahrer benannt und gilt als Wahrzeichen friesischer Ziegelbaukunst, da sie hauptsächlich als Backsteinbau errichtet wurde. //mehr

 

St. Martins Kirche in Tettens
Die Kirche wurde im frühen 13. Jh. auf einer hohen Warf inmitten der lang gestreckten Siedlung erbaut. Der Glockenturm aus Backstein mit einem Korbbogenportal stammt aus der Zeit um 1500 und hat einen acht¬eckigen Turmhelm aus Schiefer (1881). //mehr

 

St. Johannes Kirche in Waddewarden
Nach hölzernen Vorgängerkirchen wurde die Granitkirche 1246 auf hoher Warf gebaut. Der Westgiebel erhielt Ende des 19. Jahrhunderts eine Ziegelsteinverkleidung. //mehr

 

St. Elisabeth Kirche in Westrum
Die Kirche wurde als einschiffiger Backsteinbau mit Ostapsis in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Im flach gedeckten Innenraum verdient das geschnitzte Gestühl (teils von 1655) besondere Beachtung. //mehr

 

St. Cosmas und Damian Kirche in Wiarden
Die Kirche wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. Im Chorraum enthält sie spätgotische Malerei. //mehr

 

Kirche Wüppels
Die ev.-luth. Kirche zu Wüppels befindet sich abseits der Straße zwischen Hooksiel und Horumersiel inmitten eines historischen Dorfes. Die Kirche mit dem einschiffigen, flach gedeckten Langhaus entstammt dem ausgehenden 13. Jahrhundert. //mehr